FAQ zu Mitgliedschaft und Kündigung

Wie verläuft der Kündigungsprozess bei der alten Krankenkasse? Welche Fristen sind einzuhalten? Welche Unterlagen werden für eine Mitgliedschaft bei der BIG benötigt? - alle Infos zum Nachlesen

Fragen zum Thema

Der Wechsel der Krankenkasse wird ab Januar 2021 einfacher und bisherige Bindungsfristen werden gekürzt.

Bei Beginn einer neuen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung können Arbeitnehmer künftig sofort die Kasse wechseln – ohne Einhaltung einer Bindungsfrist und ohne Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse. Dafür haben sie 14 Tage ab Beschäftigungsbeginn Zeit. Auch während eines laufenden Beschäftigungsverhältnisses ist ein Kassenwechsel ohne eine Kündigung bei der alten Kasse möglich.

Künftig reicht es aus, einen Mitgliedsantrag bei der neuen Kasse einzureichen. Um die Auflösung des Vertragsverhältnisses mit der alten Krankenkasse kümmert sich dann die neu gewählte Kasse. Deren entsprechende Meldung an die bisherige Krankenkasse erfolgt elektronisch im Rahmen eines neuen Verfahrens. Die bisherige Krankenkasse bestätigt daraufhin innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Meldung – ebenfalls elektronisch – das Ende der Mitgliedschaft. Diese Rückmeldung hat die gleiche Funktion wie die bisher erfolgte Kündigungsbestätigung.

Wichtig: Die vereinfachte Wechselmöglichkeit gilt auch bei einem Statuswechsel, z. B. wenn die Versicherungspflicht bei Überschreiten der Beitragsbemessungsgrenze am Jahresende in eine freiwillige Versicherung geändert wird.

Versicherte müssen ihre Krankenkasse ab 2021 nur noch dann kündigen, wenn sie das System der gesetzlichen Krankenversicherung verlassen, also z. B. in die private Krankenversicherung wechseln oder ins Ausland ziehen.

 

Unterlagen bitte an die BIG unter vertrieb@big-direkt.de senden oder in Ihrem geschützten Bereich im Vertriebsportal einen online Mitgliedsantrag ausfüllen.

Bei vollständiger Vorlage aller nötigen Unterlagen beträgt die Bearbeitungsdauer in der Regel eine Woche.

  • Antrag auf Familienversicherung, wenn Familienangehörige mitversichert werden sollen
  • Lichtbild von Personen über 15 Jahren für die eGK
  • Steuerbescheid von Selbständigen
  • Rentenbescheid von Rentnern
  • Immatrikulationsbescheinigung von Studenten
  • Geburtsurkunde eines Kindes, da sich dann der Pflegeversicherungsbeitrag reduziert
  • Unterlagen über Existenzgründerzuschüsse von Selbständigen

Ebenfalls ist neu ab 2021, dass der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber über den Krankenkassenwechsel formlos informiert. Der Arbeitgeber meldet den Arbeitnehmer daraufhin bei der angegebenen Krankenkasse an und erhält elektronisch die Bestätigung der Mitgliedschaft zurück.

Folgende Rückmeldungen der Krankenkassen sind dabei möglich:

Die Mitgliedschaft besteht und das Datum des Beginns ist mit der Anmeldung identisch. Dieser Fall entspricht der bisherigen Mitgliedsbescheinigung auf Papier. Es ist dann nichts weiter zu beachten.

Die Mitgliedschaft besteht und der Beginn liegt in der Zukunft. Der Arbeitgeber muss die Anmeldung stornieren und den korrekten Beginn neu übermitteln.

Die Mitgliedschaft besteht nicht. Hier ist ebenfalls die bisherige Anmeldung zu stornieren. Anschließend ist die korrekte Krankenkasse zu ermitteln.

Das bisherige Sonderkündigungsrecht bleibt unverändert: Erhebt eine Kasse erstmalig einen Zusatzbeitrag oder erhöht sie ihren kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz, ist ein Wechsel ohne Einhaltung der Bindungsfrist möglich.